Ewig lange war es kalt, nicht nur gefühlt, sondern bestätigt nach einem Blick in die Wetterstatistik. Kurz nach Ende November ging das los, versprach ein richtiger, ernstzunehmender und auch oftmals schöner Winter zu werden. Und hielt sein Versprechen mit vollen Händen und ganzem Herzen. Und so ist es nun schon ein geschlagenes Vierteljahr kalt und meist auch winterlich, mit ein paar schmerzhaft hartnäckigen Perioden, die eine selten gesehene Überlänge an den Tag legten.

Nach wochenlangem Eiertanz auf dauervereisten Bürgersteigen und Radwegen gab es eine kurze Phase der Entspannung, war der normale Gang wieder möglich und wurde gefeiert. Einfach rausgehen, vor die Tür, zum Bäcker, zur Arbeit, und nicht bei jedem Schritt hochkonzentriert darauf achten, dass der Fuß auch dort bleibt, wo man ihn hingesetzt hatte.

In der Folge eines betont bleibewilligen Ostwindes ging das Ganze bald von vorn los. Noch einmal lagen die ganze Stadt und auch das Umland unter teuflischer Bootslack-Optik, konnte jeder gesetzte Fuß zu Grätsche oder gar Spagat führen, auch wenn man selbst dafür gar nicht ausgelegt ist. Wer ohne größere Blessuren durch diese Wochen kam, hatte das wohl zum guten Teil untergeschnallten Spikes zu verdanken – oder einfach einer Bauarbeiter-Portion Glück.

Jetzt, wo der März schon langsam greifbar wird, jetzt endlich sind Eis und Schnee weg, Freiheit, Selbständigkeit und ungestörtes Gehvermögen wieder eine Selbstverständlichkeit, die fürs Erste mit Demut und Dankbarkeit empfunden werden dürfte. Und sollte.

Da passt es vom Timing her ganz hervorragend, dass zur Rückkehr der Normalität in Sachen muskelbetriebener Fortbewegung auch noch die liebenswerte Unterhaltsamkeit erster frischer Düfte sowie ein von Tag zu Tag mehr anschwellendes Gezwitscher kommt, was bei naturversessenenen Wahrnehmungs-Junkies auch noch das seelische Wohlbefinden befeuert. Und zwar ganz erheblich.

Wochenlang war jeder Dritte im Verkehrsgeschehen grau im Blick und krötig in Wort und Verhalten, verdorrten Zündschnüre von Woche zu Woche zu immer mehr Kürze, war man jeweils froh, wenn der heimische Herd ohne Schimpf und Zeter gereizter Verkehrsteilnehmer erreicht war. Der fahlgraue Teint der Tage, die Kälte und der Klammergriff des Eises schlugen den meisten Leuten aufs Gemüt, verständlicherweise.
Um so schöner ist es nun, dass auch darauf Verlass ist, dass schon nach der ersten Sonnen-Episode, und sei sie noch so kurz, alle Leute schon etwas anders aus ihren dicken Winterhülsen schauen. Und man an jeder zweiten Ecke staunt, wieviel manches Gesicht gewinnen kann, wenn nur ein Lächeln darauf liegt.

Was ich sagen will: es ist lang ersehnt, wirklich verdient und so sehr willkommen, dass neben dem längeren Tageslicht jetzt auch all das auf der Matte steht, was sich selbst von etwaigen vorausstehenden Frostperioden kaum beeindrucken lässt. Es lebe der Lenz!
Petzow
Entsprechend war bei Ausflügen im Berliner Umland und auch in der Stadt selbst in diesen Winterzeiten fast jedes Mal manches zu bedenken, damit es auch ein schöner Tag wird. So war zum Beispiel nach Tautagen der Wald zu meiden, denn dort hielt sich das Eis auf den Wegen besonders hartnäckig. Spikes, diese geniale und rettende Erfindung, waren Dauergäste im Rucksack, kamen fast bei jedem Ausflug zum Einsatz. Wuchsen quasi zu kleine Gummi-Kumpanen der Selbstermächtigung heran.

Und dann dieser Tag – das erste Mal, wo man einfach so planen und dann einfach so losgehen kann, also fast. Der Waldanteil wurde wohlweislich klein gehalten, doch das war’s dann auch schon. Und es musste natürlich eine extrafette Portion schönstes Brandenburg sein, die in diese kleine Runde gepackt wurde. Letztlich wurde es eine Seeumrundung, eigentlich ja keine große Sache. Doch rund um Potsdam und Werder und überhaupt entlang der Havel und ihrer genialen Riesenbuchten, da wird auch so eine ganz normale Seeumrundung zu einem kleinen Festival der Vielfalt, zumal nach so langer Zeit des Entzuges.

Lange waren wir nicht in Petzow, einem klassischen und sehr lohnenden Ausflugsziel für die meisten Interessenlagen, tragen trotzdem einige nahezu ikonische Fotomotive im Langzeitgedächtnis, die mal wieder aufgefrischt werden wollen. Wie man es sich so wünscht, sah einiges noch ganz genauso aus wie beim letzten Mal, anderes wurde neuentdeckt und bestaunt, weiteres war jetzt nicht mehr hier sondern dort oder war sogar etwas erweitert worden. Letztgenanntes war der Sanddorn-Hof, der beim letzten Mal noch recht neu war. Heute taugt er selbst als vollwertiges Ausflugsziel mit Café und weiterem Drum und Dran.

Einige Ungewöhnlichkeiten gibt es im hübschen Ort, also nicht an sich, doch im Detail. Die Kirche zum Beispiel steht im regionstypisch kupierten Gelände auf einer fast schon dramatischen Anhöhe, von der sich der Blick auf drei Gewässer ergibt, man sich fast in Insellage wähnt. Der Entwurf für die Kirche mit ihrem charakteristischen Durchgang unterm Turm stammt, fast hatte man es schon geahnt, von einem gewissen Fritz Schinkel. Schöne Pfade und Wege locken hinauf, oben warten zwei Bänke mit Aufforderungscharakter und erhabenem Seeblick. Unten am Hang blühen erste Schneeglückchen – den unterlaufenen Buchstabenverschreiber lasse ich mal gleich so.

Und dann kommt dieser Park, nennen wir ihn mal Schlosspark, der eigentlich winzig klein ist und nur einen breiteren Gürtel um den Haussee bildet. Doch er ist voller Details, alter Bäume, Sichtachsen und besonderer Wasserblicke. Auf höchsten Stellen von Hügelchen stehen Steinskulpturen oder Obelisken, ein winziges Brücklein an der Badewiese wurde als fotogener Steinbogen ausgeführt. Überhaupt ist alles hier pittoresk, und das bei all dem winterfahlen Kraut und bei dem grau-monotonen Licht, wo der Himmel und die vergehenden Eisflächen von ihren Graublauschattierungen her kaum kontrastieren. Die Anlage, die Details, die Zusammenstellung – alles hinreißend. Hach!

Schlosspark Petzow
Wer sich nicht gern bewegt und doch ein paar Schritte gehen möchte, um ein gegessenes oder anstehendes Stück Torte bzw. Tellergericht vor sich selbst zu legitimieren, kann hier gut einen halben Tag verbringen. Trotten, sitzen, spazieren, gaffen. Einmal rechtsherum um den Teich oder einmal linksherum – die möglichen Entwürfe taugen für eine Viertelstunde oder eben für einen halben Tag. Wer dann noch einen Fotoapparat oder aber eine Staffelei bzw. schlicht den Skizzenblock dabei hat, wird wohl den ganzen Tag nicht hier wegkommen. Wenn man sich dann noch erfolgreich einredet, dass hier kein Mobilfunk-Empfang sei, kann die Geschichte noch mehr als nur tiefenentspannt zu Ende gehen.

Günstigerweise macht es nichts, wenn einen die Kraft verlässt – an mehreren schönen Orten lässt sich schmausen und genießen, und an jedem einzelnen von ihnen warten abseits der Gaumenfreuden weitere Wahrnehmungsreize, die für mehr Glückshormone sorgen können.

Schloss Petzow
Na gut – wer die Absicht hatte oder es erstrebenswert findet, Petzow zu verlassen, muss hinterm Schloss mit seinen schönen Zinnentürmchen erst noch am einladenden, leicht nordisch anmutenden Pfad zum Aussichtssteg vorbei, der entlang einer nahezu baumlosen Obstwiese ein paar Höhenmeter hergibt. Ein laubloser Obstbaum steht in dramatischer Geste inmitten der stoppeligen Wiese, die das Tauwasser schon wirksam weggeschluckt hat, sein Stamm bewahrt ein gebrechliches Bänklein vor dem Straucheln. Die Havel ist hier wie so häufig seenbreit, verschmilzt in ihrer eisglasigen Optik mit dem schlierig-grauen Himmel darüber, und wäre da nicht der Horizont mit seinen fernen Waldstreifen, die Grenze zwischen beiden wäre nur schwer auszumachen.

Vom letzten Torhäuschen der Schlossmauer verläuft der Weg nun reizvoll leicht oberhalb des Seespiegels. Im Sommer dürfte das Wasser kaum zu sehen sein, jetzt dringt der Blick mühelos zwischen Stämmen und nassbraunem Astwerk hindurch. Der Boden ist noch im Auftauen begriffen, jeder Schuhabdruck schmatzt und das immer schwerer werdende Schuhwerk verdreht insgeheim die Augen über die ziemliche Sauerei. Heckengewirr lässt erahnen, wie grün und üppig und wunderwunderschön das hier schon bald aussehen und duften wird, nach Grün und Holz und offener Erde.

Beim Queren der Straße verlockt ein Honig-Automat mit großer Sortenvielfalt, doch da ist gerade jemand wortreich und umständlich im Auswahlprozess und unsere Honignot einfach nicht groß genug zur Zeit, also weiter. Auf den folgenden Metern hat sich tatsächlich noch etwas Eis gehalten, und wieder weiß man die schon freien Wege noch etwas mehr zu schätzen. Es folgen gediegene Alleen, dann eine weitere Matschpassage, auf der man nach jedem Zehn-Meter-Intervall um eine Daumenbreite gewachsen ist.

Nach dem Umrunden des Blüten-Camping-Platzes folgt ein erstes Stück entlang der Bundesstraße. Von der Strengbrücke reicht es wegen einer Landnase leider nicht für den Blick auf die Inselstadt Werder, doch gegenüber ist immerhin die Kirche von Geltow zu sehen. In Richtung Süden lässt sich die exklusive Halbinsellage des Campingplatzes bestaunen, wo es sicherlich stets ein Gerangel um die schniekesten Plätze gibt oder gegeben hat, denn womöglich werden diese ja auf Lebenszeit vergeben.

Wohngebiet Werderpark
Gleich nach der Brücke verlassen wir das überschaubare Verkehrsrauschen, spazieren durch eine unauffällige Wohnsiedlung und kommen bald zu einer Reihe besonderer Wochenendgärten. Diese liegen in einer längeren Reihe in Hanglage, der Bungalow oder die gemauerte Laube hockt jeweils auf der Anhöhe, schmale Stiegen führen hinauf. Jede Laube hat ihren panoramasichtigen Außenbereich, das ganze Drumherum hingegen gibt sich ziemlich zugeknöpft. Keine Verbotsschilder, doch zahlreiche diskrete Maßnahmen mit abweisendem Charakter. Naja, kann man vielleicht ein bisschen verstehen … ein bisschen.

Trotz allem gestattet ein kleiner Pfad, der durchs mannshohe Schilf gen Ufer führt, den Zugang zum See. An einem winzigen Ruderboothafen lässt sich ein Päuschen mit Blick auf den gegenüberliegenden Ziegelofen von Glindow einlegen. Weiterführende Pfade wurden jüngst mit Weidenschnitt verworfen, was vielleicht dazu beitragen soll, dass die Vogelwelt hier ihre Ruhe hat.

Nach erneutem Modder-Slalom wird hinauf zur Siedlung etwas Höhe gewonnen. Und wie man hier so aus der tiefsten Ufernatur kommt, ist es gerade gar nicht vorstellbar, dass ein paar Meter weiter das große Einkaufszentrum Werderpark steht, ein paar hohe Antennenmasten oder so weisen darauf hin, sonst nichts. Nach dem Ende des Knupperweges steigt man entlang einer Mauer auf die Anhöhe, deren alte, knorrige Obstbäume an die nahen Obstplantagen rund um Werder denken lassen. Hoch am Himmel ziehen Einserformationen von Gänsen, immer wieder sind auch Kraniche zu hören.

Wo wir gerade dabei sind – aus den vereinzelten Wintermeisen der vergangenen Wochen ist mit dem heutigen Tage schon ein ganzes Kammerkonzert geworden, und die letzte warme Jahreszeit scheint schon so lange her zu sein, dass bei manchen Stimmen wirklich erstmal überlegen werden muss, wie der Piepvogel zur vernommenen Kehle nun heißt. Selbst wenn ein Spezi in dieser Hinsicht mit dabei ist.

Bevor der Abstieg von der obstigen Anhöhe beginnt, spannt sich ein Mehrbaumgebilde wie ein prächtiger Fächer quer über den Weg. Auch so etwas, dass in den Zeiten mit Laub am Baum kaum auffallen dürfte. Gleich danach folgt ein pittoresker Abstiegspfad hinab nach Werder Süd, der von Schafsweiden begleitet wird und im Rückblick einen Hauch Mittelgebirgsflair verströmt.

Unten tönen leise Schafe und leicht durchgeknallte Stimmbonsai-Hähnchen, vielleicht haben sich ja ein paar Hasch-Pflänzchen auf der Hühnerweide ausgesamt, deren Wirkung bis in den ausgehenden Winter anhält. Das sollte ja, nicht zuletzt aus Sicht der Hühnertiere, als Eigenbedarf durchgehen und somit keinerlei gerunzelte Stirn bzw. intern-private Aktennotiz wert sein.

Passend dazu steht eine Art Bauwagen mitten auf dem Gelände, der schwer nach offenherzigem Zusammenleben nach Art einer Kommune aussieht. Quasi Hahn im Korbe und jeder mit jedem. Mit all dem herbeispekulierten Wissen lässt sich das eigenwillige Getön der Gockel nun recht plausibel unter gefiedertem New-Age-Hippie-Frohsinn verbuchen.

Glindow
Wieder folgt nun ein Stück an der Bundesstraße, doch einiges am Straßenrand sorgt für Ablenkung vom nur mäßigen Verkehrsrauschen. So ein einladendes Bäckercafé, die anregenden Schaufenster eines Bootsausstatters oder die hübschen Außenplätze einer Imbiss-Bude, nicht zuletzt auch eine winzige Schmiede-Remise, in der unter rotweißkarierten Gardinchen noch ein verblasster Schwibbogen überlebt hat. Nachdem am Übergang von Werder nach Glindow in einem Vorgärtchen die ersten Winterlinge gesichtet wurden, das sind diese gelben Kugeligen mit der Satellitenschüssel-Optik, wird abgebogen ins dörfliche, eigentliche Glindow.

Glindow Dorf
Kurz darauf lässt sich links in die Alte Straße mit ihren hübschen Häuschen abzweigen. Vorbei am Turnplatz schwingt ein kurzes Sträßchen seine Bögen, vorn im Dorf biegt dann vor der Kirche so ein schöner Schleich ab, der auch unterhalb einer Inselkirche liegen könnte. Im Sinne der losen Tagesserie ist die schmale Spur wieder schön matschig-schmatzig. Vorn dann öffnet sich einmal mehr die Havel und mit ihr der Blick aufs jenseitige Ufer, wo wir uns vorhin entlangschlängelten.

Die beschauliche Seepromenade mit kleinem Spielzeug-Besteck zum Herausfordern des Gleichgewichts verläuft zuletzt entlang eines stillen Wassergrabens, der mit Blick aufs Dorf eine klamme Wiese umrundet. Der Wiesenpfad zwischen Gärtchen und Wasser ist klatschnass, teils kaum begehbar und hinterlässt am Ende zumindest etwas entschlammte Schuhe. Gleich darauf, nach dem seitlichen Blick auf eine deutlich aus dem Leim gegangene Lebensbaumhecke, setzt sich der Pfad als wildes Geschlängel über Stoppelschilfwiesenland fort, strebt geradewegs aufs hiesige Alpenland zu, das niemand belächeln sollte.

Glindower Alpen
Bald nach dem Vorstadt-Dentisten „Zahnziegelei“ zweigt unvermittelt der Zustieg ins Bergland ab, und nach einer riesigen Pfütze geht es sofort an die Höhenmeter. Eine urige Stiege macht dahingehend eine klare Ansage, vorher ist noch etwas Feuchtland zu absolvieren.

Oben liegt eine kiefernbestandene Hochebene, durch die sich ein breiter Kurvenweg windet. Es sieht in der Tat ein wenig nach Mittelgebirge aus, und erfreulicherweise liegt selbst hier kein Schnee mehr. Auch eine in Dünenland gemischte Bergheide mit baumhohen Krüppelkiefern fehlt nicht, bevor mit der Schutzhütte Belvedere einer der feschesten Aussichtspunkte auf den Glindower See erreicht wird.

Angemessen rustikal führt der ausgedehnte, anspruchsvolle Abstieg über eine schmale, steile und teils ausgesetzte Stiege, auf der niemand ins Stolpern geraten sollte. Unten lockt noch etwas abenteuerlicher die nächste Stiege wieder hinauf zum nächsten Höhenrücken, doch die darf links links liegen bleiben.
Hier am Nordrand der Alpen hat sich auch die Kälte gehalten, sodass jetzt die heftigste Schlitterpartie des Tages ansteht. Auch die wird überstanden, zum Lohn gibt es griffige Wiese auf dem Weg zu den Bauwerken rund um den Großen Ziegelofen der einstigen Ziegelei.

Ziegeleimuseum Glindow
Neben dem hübschen Türmchen mit dem Museum im Fuß sind das vor allem auch wetterfeste Kunstwerke verschiedener Machart im Gelände der Ziegelei. Wie ein Geschenk tritt gerade jetzt die Sonne das erste Mal vollständig heraus und erweckt ein schaufenstergroßes Glasbild mit einer Seelindwurmjungfrau und einem Froschmann zum blau-rot-grünen Leben.

Langsam lockt der Hunger, und so haben wir nur noch bedingt Blicke für das hübsche Uferpromenädchen mit seinen Stegen, die über dem glänzenden Eiswasser des Sees schweben. Ein uriger Schlängelpfad lässt keinen Meter der großen Landnase Rüsterhorn aus, an der sich zahlreiche kuriose Mini-Schuppen lose im Wald verteilen. Vielleicht kleine Lagerhäuschen für Bootskram, doch auch ein paar stille Örtchen darunter. Dutzende kleiner Stege ragen an der Ostseite in den See und steigen ein ins Spiel der Symmetrie zwischen Himmel und Seespiegel.

An der großen Badewiese wird das Ufer verlassen, wider Erwarten geht es dann auf einem weiteren alpinen Pfad noch ein letztes Mal steil in die Höhe. Als Lohn wartet oben eine Landschaft, die heute für die gute Vollständigkeit noch fehlte. Gleich einer Hochebene erstreckt sich weit eine strohblonde Stoppelwiese, während ein Wiesenpfad dicht am Waldrand verläuft, überdacht von mitteljungen Robinien.

Auf dem stillen Fahrweg Zur Hasenheide beginnt dann ein sanfter, wohlverdienter Abstieg, unten gibt es eine letzte Berührung mit dem Glindower See in Form der ausgeprägten Grellbucht. Zwischen Kirchhöhe und Haussee ist es nicht mehr weit zur Essensausgabe der Wahl.
Die Unterarme auf mächtigen, bootslackglänzenden Tischplatten genießen wir den Panoramablick auf die schönen Bleiglasfenster. Zum zweiten Mal an diesem Tag gibt es das passende Sonnengeschenk, welches nun die farbenfrohen Bilder mit den glänzenden Oberflächen spielen lässt.
Anfahrt ÖPNV (von Berlin): Regionalbahn bzw. S-Bahn bis Potsdam Hbf., dann Bus 607 (ca. 1,5 Std.); bei Einstieg in Glindow oder Werder: Regionalbahn und Bus (ca. 1,25 Std.)
Anfahrt Pkw (von Berlin): über Autobahn und Landstraße, wahlweise über Potsdam (ca. 1-1,5 Std.)
Länge der Tour: ca. 15,3 km (Abkürzungen nur geringfügig möglich)
Download der Wegpunkte
(mit rechter Maustaste anklicken/Speichern unter …)
Einkehr: div. in Petzow, div. in Werder Süd, div. in Glindow