Wegesammler

Eine Beschreibung des Wegesammlers:

Ein Kind der frühen Siebziger und ein Berliner Pflänzchen mit sächsischen Wurzeln, das eine halbe Stunde zu Fuß vom Berliner Fernsehturm wohnt.

Die äußerst langsam gewachsene Zuneigung zum Brandenburgischen habe ich meiner Familie (in der Kindheit), meinem besten Freund Tobias (in der Jugend) und und vor allem meiner Frau (später dann) zu verdanken, ohne die ich diese Vielfalt unter Umständen nie kennengelernt hätte. Auch wenn sie das genau andersherum sagt …

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Aus gelegentlichen Ausflügen ins Umland, im Anfang als kleiner Brauch oftmals zu denselben Orten, wurde über die Jahre eine systematisch betriebene Leidenschaft und ein fester Lebensbestandteil. Auch der mitgeführte Maschinenpark wurde infolgedessen nach und nach umfangreicher.

Am Anfang standen Wander-Bücher mit Beschreibungen von Touren zu gängigen Ausflugszielen – bestens geeignet als Einstieg in die Materie, von der damals keiner ahnte, dass es mal eine eigene Materie werden würde.

Später dann eingescannte Kartenausschnitte und selbst skizzierte Kärtchen. Um die Jahrtausendwende wurde das erste GPS-Gerät angeschafft, was fortan viel Freiheit und Spontaneität bei der Änderung des Weges vor Ort gestattete. Mit den ersten Zeiss-Objektiven in digitalen Kameras kamen vier Jahre später noch Bilder und Eindrücke vom Wegesrand dazu. Bald wurden die Touren nicht mehr auf Papier mit dem Kartenmesser geplant, sondern im GPS-Programm Fugawi mit den digitalen Topographischen Karten (TK) der TOP-50-Serie der Landesvermessung, so dass Wanderkarten und -bücher mehr und mehr aus der Planung verschwanden.

Wiederum vier Jahre später der Umstieg auf die wohl weltbeste GPS-Planungs-Software Touratech QV (entworfen von einer relativ kleinen Bude in Süddeutschland), die sich als Quantensprung gegenüber der vorherigen erwies.

Ab 2013 Mitwirkung an der freien Weltkarte Openstreetmap (OSM), die bei den Planungen neben Satellitenbildern eine immer größere Rolle spielt – hier sind (wenn sie denn schon drin sind), genau die kleinen Pfade und Wege enthalten, die für solche Touren von Bedeutung sind – mit ziemlich hoher Sicherheit, dass es diese auch wirklich gibt. Manche Tour steht und fällt mit einer solchen Stelle (z.*B. wenn man das Rhinluch beim Ländchen Glien durchqueren möchte).

Als nebenher verlaufender, enorm analoger Strang wurde im Jahre 2005 durch einen verhängnisvollen Besuch in einem kleinen Antiquariat in der Pestalozzistraße in Berlin-Charlottenburg eine mehrere Jahre anwährende Sammelwut historischer Brandenburg-Literatur ausgelöst, die zu einer erfreulichen kleinen Bibliothek von Karten, Büchern, Bänden, Büchlein und Broschüren aus einem Zeitraum von 1882 bis zur Nachwendezeit führte. Dabei war es äußerst spannend zu beobachten, welche Konstanten es gab über diesen langen Zeitraum und welche Entwicklungen.

Mittlerweile findet die Touren-Planung (dank der gewonnenen Erfahrungen dieser Jahre) fast ausschließlich anhand der vom Kartenbild der TK und OSM vermittelten Eindrücke statt, und das recht erfolgreich.

Der nächste große Schritt in dieser Entwicklung ist in diesem Augenblick vor Deinen bzw. Ihren Augen zu sehen – dieser Blog. Ich hoffe von Herzen, dass es Stellen darin gibt, die Dir bzw. Ihnen gefallen werden und freue mich über eine kurze Rückmeldung!

Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/Bleistift

http://de.wikipedia.org/wiki/Kurvimeter

http://www.geobasis-bb.de/LGB1/neues/neues_top50-2004.htm (Archivseite – nicht mehr aktuell)

http://www.quovadis-gps.de/ (Touratech QV heißt mittlerweiler wieder Quo Vadis, aktuell ist die Version 7, eine passende, recht aktuelle TK25 gibt es optional)(das Programm in klein  gibt es auch für die mobilen Betriebssysteme Windows Phone, Android und iOS)

http://www.openstreetmap.de/karte.html

2 Gedanken zu „Wegesammler“

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Zu Fuß durch die märkischen Landschaften

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