Teupitz: Bunte Pferdestärken, ein Waldgeist und das Städtchen am Wasser

Der September ist allumfassend angekommen, endlich, nachdem sich der Hochsommer geschlagene zwei Wochen darin ausgetobt hatte. Zu merken ist das an den Düften von reifem Obst und abgeworfenem Laub, am Rascheln rund ums Schuhwerk und nicht zuletzt am gemütlichen Licht der Sonne, die auch auf ihrem Höchststand nicht mehr allzu weit oben am Himmel steht. Etwas verwirrt von der verlängerten Sommerhitze sind verschiedene Störche, die noch mit großen Fragezeichen überm langen Schnabel in der Wiese stehen, anstatt schon über Afrika zu kreisen, und auch so manche Meise, die singt, als würde der Frühling vor dem Tore stehen. Allerhand abreisebereite Gänse scheinen das souveräner zu nehmen und sind daher gar nicht erst am Himmel auszumachen. Die Krähen hingegen lassen ihre rostigen Laute schon selbstbewusster hören.

Marktplatz in Teupitz
Marktplatz in Teupitz

Südlich von Berlin und auch von Mittenwalde liegt auf halbem Weg zum Rand des Spreewaldes die kleine Stadt Teupitz, direkt an ihrem See. Ein Städtchen, in seiner pittoresken Konzentriertheit wie geschaffen für Kinder- oder Jugendbuch-Illustrationen. Auf engstem Raum gibt es in zauberhaftem Arrangement eine winzige Stadtkulisse rund um einen Dreiecksplatz, dazu etwas abseits eine Kirche und ein Schloss sowie viel Wasser außendrum. Am kleinen Marktplatz steht das Rathaus, gegenüber reiht sich Bäcker neben Optiker, Eisdiele neben Apotheke.

Und in der Tat gibt es seit einem Jahr genau solche Illustrationen der Stadt, wetterfest und ganzjährig. Vor dem Rathaus steht eine Art Vitrine mit kunstfertig bemalten Porzellanplatten und -kacheln, die Teupitz aus den verschiedensten Blickwinkeln zeigen, auf sehr sympathische Weise.

Das erwähnte Schloss steht fast in Insellage, und einer der Kacheln zufolge stand sein ältester Vorgänger, ein schlichtes Gebilde aus Erde und Holz, bereits vor etwa 700 Jahren dort. Seitdem gewann die Anlage baulich nach und nach an Stabilität und ging unterdessen zwischen wechselnden Herrschaften hin und her. Das heutige Schloss ist in privater Hand und gibt sich distanziert bis zugeknöpft, spätestens am Tor ist Schluss für neugierige Blicke. Selbst vom Wasser her ist kaum etwas zu sehen. Entlang der eigentlichen Stadt zieht sich ein gut durchtränkter Streifen aus klammer Wiese und dunklem Bruchwald. Zum See hin kommt das Städtchen auf eine respektable Küstenlinie von knapp 5 Kilometern – wenn man den Stadtteil Kohlgarten miteinbezieht. So gesehen lässt sich eigentlich von einem Wasserstädtchen reden. Die Dächer, die oben auf der Höhe aus den Wipfeln ragen, sind Teil der großen Fachklinik, die flächenmäßig größer ist als unten die Stadt am See.

Die obere Bergstraße
Die obere Bergstraße

Teupitz

Am Marktplatz verleiten der Bäcker oder die traditionsreiche Eisdiele schon zur ersten Rast. Überall locken Möglichkeiten, das Ufer aufzusuchen und wonnig stillzusitzen, einfach nur zu gucken und die Seeluft einzusaugen. Das macht es nicht leichter, auch mal loszugehen, doch wie meistens siegt die Neugier. Gleich hinterm Marktplatz wird der Bruchgürtel durchquert, mit konzentrierter Herbstluft und etwas Kühle. Entgegen kommt uns ein Enkelchen im Bollerwagen, vorgespannt die freundliche Oma, die ihre Fuhre gelegentlich umsortiert mit solchem Nesteln, wie das nur Omas können und das niemals Widerstand erzeugt. Die gehen jetzt unter Garantie ein Eis essen.

Auf dem großen unbefestigten Parkplatz beim Gasthaus stehen gleich zwei sündhaft teure Tesla-Limousinen, quasi Höchststand der Technik bei Elektroautos, die hier so überhaupt nicht hinpassen, in dieses unschuldige Ortsbild, das so frei scheint von Technisierung und übertriebener Moderne. Andererseits passen sie ganz hervorragend, denn es ist schon den ganzen Morgen auffallend und wohltuend leise hier.

Düne beim Waldsee
Düne beim Waldsee

Ein schöner Seitenweg begleitet die idyllische Straße nach Groß Köris, die hier und da still und panoramisch das Ufer des Teupitzer Sees flankiert, durchaus eindrucksvoll. Der ist durch sieben schöne Seen an die Dahme angebunden und gestattet Leuten mit souveränen Bizepsen Ruderpartien bis nach Berlin. Dafür sind dann nochmal sechs Seen zu durchqueren und etwas auf der Spree zu gondeln.

Die abzweigende Bergstraße macht ihrem Namen mehr als Ehre. Kopfsteingepflastert führt sie hinauf, vorbei an alten Villen, die voll zu sein scheinen von kleinen Geschichten. Eine akustische Interpretation der Steigung bietet uns ein Mann mit halber Glatze und ganzer Latzhose, der einen grobstollig bereiften Mofa-Anhänger den Berg hinaufzieht. Um zu sehen, warum er so sehr schnauft, ändert er schließlich die Taktik und schiebt alsbald den Hänger vor sich her. Schnauft noch mehr, und prustet, frei von scharfen Lauten. Ein weiter Bogen führt vorbei an schönen Häusern und kleineren Villen, die letzten sicherlich mit Ausblick übern See. Gemeinsam mit dem Schiebenden erreichen wir die Höhe und nicken uns zuletzt respektvoll zu, bevor wir dann getrennte Wege gehen.

Allee von Tornow Nord nach Tornow
Allee von Tornow Nord nach Tornow

Die Waldstraße durchzieht eine Siedlung, die reizvoll ist und aussieht, als hätte sie den Denkmalschutz verdient. Viele Häuser gleicher Bauart, der Sache nach 30er-Jahre-Doppelhaushälften und in Symmetrie, stehen benachbart und auch gegenüber, mit kleinen Vorgärten und Windfängen sowie Fluren, die auffordernd direkt nach hinten in den Garten führen. Dazwischen jeweils etwas freier Platz und hübsche Schuppen, ebenfalls halbiert und fachgerecht gedeckt mit Ziegeln. Gleich nach dem letzten dieser Häuser geht es in den Wald hinein.

Hier ist es noch stiller als bisher, und so zucken wir kurz zusammen, als aus dem Nichts ein Waldschrat auf den Weg tritt mit zwei Hunden, alle wortlos, er dazu bärtig und mit Hut. Wider Erwarten bedeutet er uns nichts von drei Wünschen, die wir frei hätten, also nicken wir kurz einen Gruß und ziehen weiter. Eine kleine Düne und zwei Kurven später liegt rechts ein kleiner See mit Badestelle. Am Ufer raschelt es gleich nebenan im Unterholz, zu langsam für Maus oder Eidechse und zu schnell für eine Schnecke. Überhaupt huscht den ganzen Tag immer etwas am Wegesrand. Vielleicht der Waldschrat als guter Geist in wechselnder Gestalt?

Bei der Heulese, Tornow
Bei der Heulese, Tornow

Kurz darauf brummt es tief und einschüchternd am Ohr und um den Kopf herum, dann von zwei Seiten und von oben – im Birkenstamm wohnt ein Hornissennest und wir sehen zu, dass wir Land gewinnen. Hinter der Landstraße beginnt dann ein halb leeres Gewerbegebiet, dessen großzügige Straßen auf die Ansiedlung von Gewerbe warten. Perfekte Straßen für Anfänger unter den Inline-Skatern oder für heimliche Fahrschüler – breit, von Wiesen umgeben und frei von Verkehr.

Nach etwas Wald geht die Landschaft in einen entlegenen Talgrund über, dessen träges Rinnsal für einen breiten Streifen saftigen Grüns sorgt. Ausgeprägte Bodendellen im Weg wurden mit gesenstem Wiesenschnitt verfüllt, so dass das Geherlebnis ein sehr weiches ist und überraschendes Einsinken die Augenbrauen nicht nur einmal hochschnellen lässt. Die tiefstehende Sonne sorgt für warmes Licht über all dem. Hinter einem Birkenwäldchen und einigen unterbeschäftigten Kuhfamilien beginnt die nördliche Außenstelle des Dorfes Tornow, rund um den Friedhof.

Badestelle am Tornower See
Badestelle am Tornower See

Tornow

Eine hochgewachsene Allee schafft die schattige Verbindung zum Dorf. Etwas tiefer liegt eine frisch gemähte Wiese, im Hintergrund so ein aufgebockter Heuschober, wie er im gar nicht allzu fernen Spreewald prägend ist fürs Landschaftsbild. Gut zu dieser archaisch wirkenden Szenerie passt ein älterer Mann mit einem hölzernen Rechen, einem breiten, der für Schobernachschub sorgt, indem er das gesenste Gras zusammenrecht. Wie es aussieht, kann er gleichermaßen gut mit Sense und breitem Rechen umgehen. Das erfordert Kraft und Technik. Und scheint fit zu halten, denn er wirkt nicht angestrengt.

Kleine Mühle am winzigen Klingebach
Kleine Mühle am winzigen Klingebach

Der Dorfplatz ist schön und leider ohne Bänke, doch eine Pause wäre gut. Am Ufer des Tornower Sees stehen dann zwei Bänke, unter einer Hängeweide, dazu gibt es noch frischen Wind vom Wasser. Hier beginnt ein wirklich schöner Uferweg unterhalb des Hanges, der neben einigen Badestellen auch den schwarzsumpfigen Quelltopf des winzigen und gerade mal 40 Meter langen Klingebachs bietet. Immerhin ist der glasklare und zeigefingertiefe Bach lang genug, um seine Wasser im dramatischen Bogen vorbei an einer Mühle en miniature zu schicken.

Pfad um den Briesensee
Naturnaher Pfad um den Briesensee

Einer von zwei Wegen entfernt sich vom Seeufer und begleitet kurvig einen in den Waldboden eingesunkenen Bach, der es an Schönheit und Ursprünglichkeit mit dem teils steilbewandeten jungen Rhin bei Rheinsberg oder dem zauberhaften Binenbach in der Ruppiner Schweiz aufnehmen kann. Nicht so spektakulär, doch als Bach ebenso schön. Ein mittelgroßer Frosch so braun wie Laub macht einen Satz in Richtung Ufer und ist dort kaum auffindbar, so gut ist er getarnt. Vielleicht will er stromaufwärts bis zum Briesensee, da ist eine gute Gegend für Frösche, wie wir gleich sehen dürfen. Beim ersten Sichtkontakt zum Ufer beginnt ein wirklich schmaler Pfad, nicht mehr als schulterbreit, der schulterhoch umwachsen ist von Schilf und jungen Bäumen, später auch von anderem Kraut und Farnen. Sich langsam höherwindet, bis sich der Blick aufs buchtenreiche Wasser öffnet. Aus naher Ferne tönt Musik von einem Fest und auch Geknatter von Motoren.

Briesensee
Briesensee mit Badestelle gegenüber

Oberhalb des Sees ist alles lichter Kiefernwald. Trotz lose gestreuter Bäume heißt es hier auf Spinnennetze aufzupassen, am besten einen Stock zu suchen und vor sich her zu wünscheln. Denn der Altweibersommer ist auf seiner fusseligen Höhe, während die letzten Heidekrautblüten ihre Farbe verlieren. Die haben es ja eigentlich am liebsten trocken, doch stehen auch im flachen Grund des Mühlenfließes, ganz nah am schilfigen Quellteich. Von hier reichen die Wiesen breit und wasserdurchzogen bis nach Neuendorf, woher auch die Musik und das Knattern kommen, jetzt wieder lauter.

Neuendorf

Am Ortsrand ist noch nichts zu ahnen, doch bald schon stehen erste Trekker bunt am Straßenrand. Rund um das Haus der Feuerwehr läuft hier ein wunderschönes Fest, wo alles sich um die Traktoren dreht und das, was sie so können. Hinter dem Gebäude stehen in einer sagenhaften Farbenpracht die Kandidaten aufgereiht. Die Atmosphäre ist grundfriedlich, niemand in den Schlangen für Gegrilltes, Getränke oder Kuchen ist genervt. Alle scheinen aus der näheren Gegend zu kommen und kennen irgendwen, den sie hier treffen. Von einer kleinen Bühne spricht eine Mikrofonstimme und kündigt Vorführungen an von teils jahrhundertalter Technik, die bis heute problemlos läuft. Darunter ein leise säuselnder Elektromotor, Dampfmaschinen, deren Zündungen man ohne Atemnot zählen kann oder eine von diesen schönen Dreschmaschinen, diesen großen Holzkästen auf Rädern, die bis in die letzten 60er Jahre noch genutzt wurden und an Schweizer Taschenmesser denken lassen.

Trekker von vorn, Neuendorf
Trekker von vorn, Neuendorf

Während wir unseren Hunger stillen, bieten sich bezaubernde Szenen von Kinderträumen. Hinten gibt es einen kleinen Bagger, wo jeder mal ein Loch ausheben kann und wieder zuschütten, der sich das zutraut, ganz egal wie jung. Den Blick drauf hat ein Junge im besten Teeni-Alter, der zugleich Respektsperson sein sowie zentimeternah Glückseligkeit erleben kann. Somit haben alle was davon. Vorn auf der Straße dann ein Sohn von einem Traktor-Eigner, vielleicht acht Jahre alt, der Papas hochbeinigen Traktor hin- und herrangiert und rückwärts dann nach hinten fährt, alles zwei Meter über dem Geschehen. Mit allem Drum und Dran und auch den kurzen Sätzen, die die grobe Kupplung einfordert, all das im dichten Publikumsgedränge. Sicherlich macht er das nicht zum ersten Mal, dennoch ist das schon ein starkes Zeugnis von Vertrauen zwischen ihm und seinem Alten.

Trekker von hinten, Neuendorf
Trekker von hinten, Neuendorf

Neben der Grundversorgung, die auf solchen Festen das Wesentliche ist, gibt es noch einen Stand für Schmalzstullen und Kornschlückchen, einen mit Honigsortiment sowie frisch geräucherte Forellen aus den Bächen um die Ecke. Und schließlich noch einen schönen Trödelstand mit Büchern, Kram und Spielen, zum Wohl der Jugendfeuerwehr. Eine Mutter kommt, vor sich ihren Jungen im Rollstuhl, auch so um die sieben Jahre alt. Der dreht zwar nicht selbst die Räder, strebt jedoch durch Oberkörperschaukeln zielstrebig auf ein Puzzle zu, ein buntes mit Figuren drauf. Als würde er höchstselbst beschleunigen. Er greift die große Schachtel, sofort als sie in Reichweite ist, drückt sie an sich und küsst sie innig. Seine Mutter erklärt noch voll Geduld, dass es ein Puzzle ist, keine Figuren, doch da ist die Liebe jetzt schon hingefallen. Keine Chance. Das Ding geht mit. Muttern schwatzt dann noch mit einer Freundin, deren Junge sich derweil auf Rollstuhlhöhe das Puzzle zeigen lässt. Irgendwer rempelt oder stupst und der Freundin schwappt etwas Kaffee auf die Bluse. Sie fragt schlagfertig, ob eena ma ne Brosche hat. Hat aaba keena, also bleibt der Kaffeefleck im Lichte.

Trekker von der Seite mit Schmalzstullenstand, Neuendorf
Trekker von der Seite mit Schmalzstullenstand, Neuendorf

Als das Gespann den Stand verlässt, fällt sein Blick nach rechts und seine volle Aufmerksamkeit auf mich. Also mich im Dresscode von Wald und Acker und Spinnennetzen. Er knickt den Kopf hoch Richtung Mutter und fragt „Manndaautrekka?“, sie darauf „Na dann musst Du ihn mal fragen!“. Blitzschnell dreht er den Kopf zu mir herum und fragt nochmals „Duauntrekka?“. Ich verneine, sinke trotzdem nicht in seiner Achtung, denn er besteht darauf, mir jetzt die Hand zu geben. Tauschen wir also einen deftigen Handschlag unter Nichttraktoristen und gemeinsame Anerkennung für den Neuerwerb, wobei ich staune, wie kräftig doch seine kleine weiche Fünftelhand in meine greift. Dann ist alles gut, alles erledigt, was noch anlag. Er schaut geradeaus und gibt Muttern Bereitschaft, den Umkreis des Standes nun bitte zu verlassen.

Die wunderschöne Mittelmühle bei Neuendorf
Die wunderschöne Mittelmühle bei Neuendorf

Gegenüber ist gerade die Vorführung des automatisierten Dreschens vergangener Jahrzehnte zu Ende gegangen, der endlose Riemen zwischen Dreschmaschine und Antriebsaggregat abgenommen und die Zuschauer am Zerstreuen. Wir reißen uns los, glücklich, denn auf solche Feste stößt man wirklich nur durch Zufall. Davon weiß nicht einmal das Internet, was irgendwie beruhigend klingt. Der letzte Traktor, den wir sehen, ist strahlend blau lackiert. Auf seinem Schutzblech sitzt ein Teddy von idealer Teddygröße, geflochten aus Stroh und rundum gelungen. Mit blaukarierter Schleife und ausdrucksvollen Bernsteinaugen. Am Dorfende bilden zwei Jungs von der Jugendfeuerwehr die Torwächter des Festes zur Welt der größeren Ortschaften hin.

Mittelmühle

Ein romantischer Weg führt entlang tiefschwarzen Sumpfwaldes zur Mittelmühle, einem der am schönsten gelegenen Gasthäuser in ganz Brandenburg. Das war eigentlich unser Ziel, doch waren andere schneller und feiern hier drei Tage und auch Nächte Hochzeit mit allem Drum und Dran, was ein großer Scherbenhaufen bezeugt. Das nenne ich Glück gehabt und gut entschieden.

Weg von Mühle zu Mühle
Weg von Mühle zu Mühle

Hier an der Mühle fällt das Wasser tief hinab vom Mühlteich, dennoch wird das Sägewerk mittlerweile mit anderer Kraft als der des Wassers betrieben. Direkt dahinter steigt ein wohliger Weg hinauf in den Wald und führt halboffen quasi als Intermühlenweg zur Hohen Mühle am Tornower See. Dort beschreibt ein wunderschönes und weitläufiges Anwesen, das zunächst nach einem forstbotanischen Garten aussieht, mannigfaltig den Begriff Dekadenz, gekrönt vom privaten Sandstrand hin zum Tornowsee.

Durch die Wiesen nach Teupitz
Durch die Wiesen nach Teupitz

Hinter der Straße setzen sich die schönen Wege fort, vom warmen Abendlicht beschienen, und fordern mit Nachdruck zum Genießen auf. Also verlangsamen wir den Schritt. Die Wiesen atmen schon kühl aus, die Vögel sitzen lautlos in den Büschen und die bereits Falten schlagenden Hagebutten an den Rosenbüschen leuchten fast schon goldrot, wenn es das geben sollte. Ein laternenbestandener Spazierweg führt ein zweites Mal durchs Stadtbruch, vor zur Bushaltestelle.

Seebrücke in Teupitz
Seebrücke in Teupitz

Am Markt holen wir noch ein Eis und schlendern vor zur gerade mal fünf Jahre alten Seebrücke, deren metallisches Ende ein Segelboot zitiert. Der See liegt glatt, ein geduldiger Angler frohlockt, dass die Tagesgäste weg sind, und wir beenden diesen Tag in der duftenden Stille und zwischen den ruhigen Farbspielen der offenen Teupitzer Kirche.

 

 

 

 

 

Anfahrt ÖPNV (von Berlin): 1,5 – 2 Std. (S-Bahn/Regionalbahn und Bus)

Anfahrt Pkw (von Berlin): 0,75-1 Std. (Autobahn)

Länge der Tour: 16,5 km (Abkürzungen an vielen Stellen möglich)

 

Download der Wegpunkte

 

Links:

Seite der Stadt Teupitz

Teupitzer Bilderbuch auf dem Marktplatz (bemalte Keramik)

 

Einkehr:

Mittelmühle bei Neuendorf (drinnen wie draußen am Mühlteich gemütlich, gute Küche)
Am Tuptzer Hafen, Zugang vom Teupitzer Marktplatz (mit Blick auf den See)

Restaurant Schenk von Landsberg (am großen Parkplatz, keine eigene Erfahrung)

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Ein Gedanke zu „Teupitz: Bunte Pferdestärken, ein Waldgeist und das Städtchen am Wasser“

  1. Eine sehr stimmungsvolle Schilderung der Wanderung um Teupitz. Den beschriebenen Zauber der Gegend können wir aus eigenem Erleben nur bestätigen.

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